Klassischer Weg - vom Wettkampfschwimmer zum Schwimmlehrer

Wie habe ich das Schwimmen gelernt und der Verlauf meiner bescheidenen Schwimmkarriere

Vor über 50 Jahren gab es noch (fast) keine privaten Schwimmschulen und es war der Lehrauftrag der Schule, allen Kindern das Schwimmen beizubringen. Erst in der 4. Klasse stand Schwimmen auf dem Stundenplan und somit für mich die Möglichkeit das Schwimmen zu erlernen. Wie für viele Menschen in dieser Zeit war Schwimmen lernen doch etwas weniger sanft als heute. Unser Klassenlehrer in Steffisburg zeigte uns auf einem Stuhl das korrekte Brustschwimmen vor und wir übten dies dann ebenfalls auf Stühlen und Bänken im Trockenen. Als wir die Bewegung korrekt über eine längere Zeit vorzeigen konnten, gings ab ins Wasser. Der Lehrer band ein Seil um den Bauch der Schüler, welches an einem Holzstecken befestigt war, am anderen Ende stand der Lehrer und hielt uns so über Wasser. Wenn er das Gefühl hatte, dass der Schüler frei schwimmen müsste, liess er den Stecken nach unten fallen - Glück für diejenigen welche schwimmen konnten! Wer die Schwimmbewegung noch nicht korrekt konnte oder noch keine Körperspannung aufgebaut hatte, ging unfreiwillig tauchen. Irgendwann hat es bei mir dann geklappt und ich durfte ohne "Schwimmhilfe" schwimmen.

Ein Jahr später besuchte ich mit 12 Jahren ein (Sport)Internat an der Lenk. Dort war Schwimmen ebenfalls auf dem Lehrplan und wir wurden von der Chefin professionell betreut. Wer gut und schnell schwimmen konnte, durfte am obligatorischen Institutstraining teilnehmen, jeweils Dienstag und Donnerstag Abend nach der Schule. Der grösste Anreiz für mich war nicht unbedingt das Training... sondern das feine Essen für uns Sportler. Jeder braucht seine Motivation. Jedenfalls war ich dann immer schneller und ich schaffte es plötzlich bestehende Institutsrekorde zu brechen. Jetzt war ich plötzlich ein "guter" Schüler, aber nicht unbedingt mit meinen schulischen Leistungen. Jedenfalls durfte ich dann auch an regionalen Schwimmwettkämpfen teilnehmen, welche ich z.T. auch gewann. Da war noch nichts mit geheiztem Wasser und ich erinnere mich an einen Wettkampf im Freibad Zweisimmen, an dem es geschneit hat. Nach meinem Schulaustritt und dem Wegzug aus der Lenk, begann ich die Handelsschule in La Neuveville. Eigentlich wollte ich meine sportliche Karriere fortsetzen und meldete mich beim damaligen Spitzenschwimmclub Swim-Boys Bienne an. Zu Beginn trainierte ich dort mit Spitzenschwimmer/innen und hätte auch grosse Chancen gehabt auf Erfolge, doch meine nicht ganz so ehrgeizige Einstellung hinderte mich daran und bald brach ich meine sportliche Karriere ab und genoss nach 4 Jahren Internat das "freie" Leben. Nach dem Aufenthalt in der Romandie, begann ich eine Lehrer als Sportartikelverkäufer in Spiez. Dort half ich dann den seit Anfang der Kriegsjahre inaktiven Schwimmclub Spiez, wieder zum Leben zu erwecken. Ich war nebst Vorstandsmitglied auch Trainer der Junioren und Senioren und schwamm selber auch noch. Zudem durfte ich Anfang der 80er Jahre eine Schwimmschule (Piranha) in Spiez aufbauen und ich liess mich zum Schwimmlehrer und Leiter J+S ausbilden und besuchte die Ausbildung zum Wassergymnastik-Instruktor. Da ich dann später ins Emmental umgezogen bin, war meine Arbeit in Spiez beendet. Mit Vertretern des Schwimmklub Langnau nahm ich noch an internationalen Mastersschwimmen in Hall im Tirol und Innsbruck teil. Zudem besuchte ich Anfang des neuen Jahrtausends die Masters WM in München. Für mich ein besonderer Moment, war doch mein Vorbild - Mark Spitz - ebenfalls vor Ort. Es reichte schlussendlich nicht für Podestplätze, aber so um die besten 10 der Welt konnte ich damals noch mithalten. Im Jahr 2014 arbeitet ich als Aushilfsbademeister im See- und Freibad Spiez in der schönsten Bucht Europas und traf da auf eine ehemalige Schwimmerin von mir, welche eine eigene Schwimmschule in der Schweiz betreibt. Dort wurde ich zum Baby- und Kleinkindschwimmlehrer ausgebildet und arbeitete fortan als Schwimmlehrer in der ganzen Schweiz. Einige Zeit später half ich - ebenfalls einer ehemaligen Schwimmerin von mir - ihre eigen Schwimmschule aufzubauen und arbeitet da ebenfalls als Schwimmlehrer mit Kindern, welche das Schwimmen erlernen wollten. Um bei ihr arbeiten zu können, besuchte ich die Ausbildung einer österreichischen Schwimmakademie aus Klagenfurt. Das Praktikum durfte ich unter anderem in Hurghada (Ägypten) in tollen Hotels am roten Meer absolvieren. Im Jahr 2015 gings dann nach Österreich , wo ich für die Schwimmakademie in Klagenfurt ebenfalls Schwimmkurse durchführen durfte. Mitte 2016 gründete ich eine eigene Schwimmschule im Burgenland und durfte dort im besten Kinderhotel Österreichs als Schwimmlehrer arbeiten. Ab Frühling 2017 gings ab nach Mallorca, wo ich 7 Monate für eine deutsche Schwimmschule in Cala Mesquida, Cala Ratjada, Muro und Can Picafort arbeiten durfte. Ebenfalls gabs einen kurzen Abstecher nach Österreich, wo ich für diese Schwimmschule in Kleinarl und Ampfelwang ebenfalls in bekannten Kinderhotels arbeiten durfte. Am 1.1.2020 entschloss ich mich das zu machen, was ich am Besten kann und gründete so die Schwimmschule BLUE-DOLPHIN. Trotz den nicht ganz optimalen äusseren Bedingungen in diesem Jahr, konnten etliche Kinder das Schwimmen erlernen. 

Schwimmschule BLUE DOLPHIN, Hans-Peter Wyss, Emmentalstrasse 119, 3435 Ramsei - +41 76 741 5775 - info@schwimmschule.be

© 2020/21 by Schwimmschule BLUE-DOLPHIN. Proudly created with Wix.com

  • Auf Facebook
  • Auf Instagram